Die Karte „Sei gesegnet“ öffnet den Raum des behüteten Anfangs – jenen stillen, warmen Ort, an dem ein neuer Weg beginnt und zugleich ein Licht mitgeht. Sie entstand aus einem zutiefst persönlichen Anlass: der Taufe des Kindes einer Freundin. Ein Moment, der selbst ein Übergang ist – ein erstes Eintreten in die Welt, begleitet von Liebe, Hoffnung und dem Wunsch, dass dieses kleine Leben getragen sein möge. Genau aus dieser inneren Bewegung heraus formte ich die Karte, und man spürt es ihr an: Sie ist nicht gestaltet worden, um etwas zu „illustrieren“, sondern um einen Segen sichtbar zu machen.
In diesem Raum liegt eine besondere Stille. Es ist die Stille, die entsteht, wenn etwas Neues beginnt und zugleich etwas Größeres seine Hand darüber hält. Die Karte trägt diese Stimmung in sich: Die Taube, die über eine Landschaft fliegt, ist mehr als ein Symbol. Sie ist ein Bild für den Atem des Friedens, für das sanfte Hinübergleiten in ein Leben, das noch ganz offen ist. Ihre Bewegung ist leicht, aber zielgerichtet – wie ein Versprechen, das sich über den Weg legt.
Das Kreuz bildet den Rahmen, nicht als Grenze, sondern als gehaltener Raum. Es hält die Szene zusammen, wie zwei Hände, die sich schützend um ein Kind legen. Es ist ein Zeichen der Zugehörigkeit, der Orientierung, der inneren Mitte. Und die Landschaft darunter – weit, offen, freundlich – steht für das Leben selbst: ein Weg, der sich erst mit jedem Schritt zeigt.
Die Karte „Sei gesegnet“ trägt dieselbe Grundstimmung wie das Gedicht „In der Kapelle St. Wenzels“ aus dem Band „Larenopfer“ von Rainer Maria Rilke: Sie zeigt einen gehaltenen Raum, in dem sich Segen, Licht und Anfang begegnen. Das Kreuz als Rahmen, die Taube als Symbol des Geistes, die Landschaft als Bild des Lebens – all das wirkt wie eine moderne, reduzierte Übersetzung jener Kapelle, die Rilke beschreibt.
Die Karte trägt eine spirituelle Tiefe, die nicht laut ist, sondern warm. Sie spricht von einem Segen, der nicht nur ausgesprochen, sondern gespürt wird. Ein Segen, der nicht an eine Tradition gebunden ist, sondern an ein Gefühl: dass jemand begleitet wird. Dass Licht mitgeht. Dass ein Anfang nicht allein bleibt.
In der Taube liegt der Gedanke des Friedens.
Im Kreuz liegt der Gedanke des Gehaltenseins.
In der Landschaft liegt der Gedanke des Lebens.
Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte, die größer ist als der Anlass – und doch genau dort beginnt.
Wie einst Orte geschaffen wurden, um junge Leben zu schützen (vgl. Schutzraum für Mädchen in einer Zeit großer Unsicherheit), so öffnet auch diese Karte einen Raum des behüteten Anfangs – ein stilles Leuchten über einem neuen Weg.
Dass diese Karte der Auftakt der Kollektion „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ wurde, ist kein Zufall. Sie trägt den Kern des Zaubers in sich, von dem die Kollektion spricht: jenes leise Aufleuchten, das entsteht, wenn ein neuer Weg beginnt und man spürt, dass er gut werden darf. Die Karte ist ein erstes Kapitel, ein erstes Licht, ein erstes Bild für das, was in der Kollektion weiterwächst: die Schönheit des Anfangs, die Zärtlichkeit des Übergangs, die Kraft des Segens.
Sie ist der Moment, in dem sich der Zauber zeigt – nicht als Glanz, sondern als Wärme.
In diesem Bild liegt ein Anfang, der behütet ist.
Ein Weg, der sich öffnet.
Ein Licht, das mitgeht.
Und ein Segen, der sagt: Du bist getragen.
Angaben zur Grußkarte:
Titel: Sei gesegnet
Größe (B x H): ca. 10,5 x 14,8 cm
Ausstattung: Faltkarte; innen mit Leinenpapier (Möglichkeit eines persönlichen Grußes und ähnliches), weißer Briefumschlag aus Leinenpapier
2. Auflage: Januar 2024
Materialverwendung und Herkunft (sofern ermittelbar):
Fäden allesamt aus 100% Seide (vermutlich Made in Germany), Karte aus Leinenpapier (Made in Germany)