Ein Hauch von Luxus

Kategorie Karte allgemein

Mit geschlossenen Augen fliegen lernen

Rainer Maria Rilkes Vision vom „blinden Knaben“ entfaltet eine Gestalt, deren Blindheit nicht als Mangel erscheint, sondern als geheimnisvolle Form der Nähe zu Gott. Der Knabe sieht die Welt nicht mit den Augen, sondern mit einem inneren Sinn, der jenseits des Sichtbaren liegt. Gerade weil ihm das …

Gott atmet durch Mauern?!

In „Kirche von Nago“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ richtet Rainer Maria Rilke seinen Blick auf die Spannung zwischen dem irdischen Bauwerk Kirche und dem unfassbaren, lebendigen Gott, der sich nicht in Mauern einschließen lässt. Die Kirche erscheint bei ihm weniger als heiliger Ort, denn …

Rilke, die Elster und der Boulevard des Capucines

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Judenfriedhof“, entstanden am 6. Oktober 1896 in München und später in dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ veröffentlicht, gehört zu den frühen Texten, in denen der junge Dichter seine religiöse Sensibilität, seine Faszination für Schwellenorte und seine Suche nach einer …

Heilige Dunkelheit: Rilkes Vision der Nacht

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Die Nacht“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ gehört zu jenen Texten, in denen der Dichter seine zutiefst persönliche, mystisch gefärbte Religiosität entfaltet. Er nähert sich dem Christentum nicht dogmatisch, sondern existenziell: Für ihn ist das Religiöse weniger …

Im Herzen des Trubels wächst eine Blüte

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Jahrmarkt“, entstanden am 9. Oktober 1896 in München, gehört zu seinem frühen Zyklus „Christus / Elf Visionen“, in dem der junge Dichter religiöse Bildwelten, existenzielle Fragen und symbolische Szenen miteinander verwebt. „Jahrmarkt“ zeigt bereits jene charakteristische …

Kinderseele, Taubenflug

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Die Kinder“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ ist Teil einer Sammlung, die sich mit visionären Bildern des Christus auseinandersetzt. In „Die Kinder“ erscheinen Kinder als Lichtgestalten, die aus der Dunkelheit hervortreten und sich Christus nähern. Diese Bewegung …

Schwelle des Lichts

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Der Narr“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ offenbart auf eindrucksvolle Weise seine persönliche, mystische Gottesvorstellung – eine, die sich fernab kirchlicher Dogmatik entfaltet und stattdessen in der inneren Erfahrung, im Mitgefühl und in der kindlichen Offenheit …

Suche nach einem neuen Glauben

Rainer Maria Rilke befand sich in den Jahren 1896 und 1897 in einer entscheidenden Umbruchphase seines Lebens. Er war noch sehr jung, lebte und studierte in München, wo er literarische Kontakte knüpfte – etwa zu Jakob Wassermann – und bald darauf Lou Andreas-Salomé begegnete, die für seine geistige …

Herbstwind und die Farben des Glücks

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ (1902) spricht von der Schwelle zwischen erfülltem und verfehltem Leben. Der Herbsttag ist nicht nur Naturbild, sondern ein Prüfstein: Wer seine Früchte gesammelt hat, darf nun in der Wärme verweilen; wer sie verpasst hat, steht vor der Einsamkeit des Winters. Es …

Rilkes blaue Stunden

Die Grußkarte „Himmlische Kerze“, mit feinem blauem Nähgarn gestickt, trägt eine leuchtende Botschaft: Sie ist nicht nur ein Bild des Lichtes, sondern ein Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Mensch. Das Hellblau des Garns verweist auf die Farbe der Dämmerung, auf jene „blassen, blauen …

Die religiöse Landschaft Schottlands im 18. Jahrhundert

Ganz anders gestaltete sich die religiöse Entwicklung in Schottland. Die „Church of Scotland“ war presbyterianisch organisiert und betonte Predigt, Bibelstudium und moralische Disziplin. Statt einer zentralisierten Staatskirche entstand eine vielfältige, oft zersplitterte religiöse Landschaft. Politische …

England auf der Suche nach religiöser Identität

Die Wurzeln der Geschichte des Weltgebetstags der Frauen (Abk.: WGT) liegen in Großbritannien, insbesondere in England und Schottland. Schon lange gärte es in der englischen Gesellschaft: Theologen forderten mit Nachdruck, „Die Englische Kirche soll frei sein.“ Für Könige und Fürsten war es meist zweitrangig …

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