Claude Monets Gemälde „Die Elster“ (1868/1869) gehört zu seinen stillsten und zugleich eindringlichsten Winterbildern. In einer weiten, schneebedeckten Landschaft steht eine einzelne Elster auf einem hölzernen Gatter, fast verloren in der weißen Fläche. Claude Monet fängt das gedämpfte Winterlicht …
Der Weltgebetstag der Frauen fand 1932 erstmals in England (siehe auch: England auf der Suche nach religiöser Identität) statt, nachdem sich die Bewegung bereits seit Jahrzehnten international entwickelt hatte. Ihren Ursprung hatte sie im späten 19. Jahrhundert in den USA und Kanada, wo christliche …
Elizabeth Southerden Thompson, besser bekannt als Lady Butler, wurde 1846 im schweizerischen Lausanne geboren und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten britischen Militärmalerinnen des 19. Jahrhunderts. Früh zeigte sich ihr künstlerisches Talent, das sie später vor allem auf großformatige …
Das Bild „Gott schuf Himmel und Erde“ – gemalt mit Aquarellfarben auf Transparentpapier – wirkt wie eine poetische Visualisierung des Anfangs der Schöpfung, inspiriert von Genesis 1,2: „Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser …
Rainer Maria Rilkes „Christus / Elf Visionen“ ist ein früher Gedichtzyklus aus den Jahren 1896 – 1898, in dem Christus nicht kirchlich dogmatisch, sondern als vielgestaltige, leidende und zutiefst menschliche Figur erscheint. Der Zyklus blieb zu Lebzeiten unveröffentlicht, weil Rilke ihn später als unreif …
Das Letzte Gedicht „Die Nonne“ aus „Christus / Elf Visionen“ von Rainer Maria Rilke öffnet einen stillen, fast entrückten Raum, in dem das klösterliche Leben nicht als starre Askese erscheint, sondern als ein innerer Weg voller Sehnsucht, Hingabe und zugleich zarter Verletzlichkeit. Er betrachtet …
Rainer Maria Rilkes Vision vom „blinden Knaben“ entfaltet eine Gestalt, deren Blindheit nicht als Mangel erscheint, sondern als geheimnisvolle Form der Nähe zu Gott. Der Knabe sieht die Welt nicht mit den Augen, sondern mit einem inneren Sinn, der jenseits des Sichtbaren liegt. Gerade weil ihm das …
In „Kirche von Nago“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ richtet Rainer Maria Rilke seinen Blick auf die Spannung zwischen dem irdischen Bauwerk Kirche und dem unfassbaren, lebendigen Gott, der sich nicht in Mauern einschließen lässt. Die Kirche erscheint bei ihm weniger als heiliger Ort, denn …
Rainer Maria Rilkes Gedicht „Judenfriedhof“, entstanden am 6. Oktober 1896 in München und später in dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ veröffentlicht, gehört zu den frühen Texten, in denen der junge Dichter seine religiöse Sensibilität, seine Faszination für Schwellenorte und seine Suche nach einer …
In Rainer Maria Rilkes Gedicht „Venedig“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ erscheint die Stadt nicht als touristischer Ort oder kunsthistorische Kulisse, sondern als ein spirituell aufgeladener Resonanzraum. Der Dichter verwandelt Venedig in eine Art Schwellenlandschaft, in der das Irdische …
Rainer Maria Rilkes Gedicht „Die Nacht“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ gehört zu jenen Texten, in denen der Dichter seine zutiefst persönliche, mystisch gefärbte Religiosität entfaltet. Er nähert sich dem Christentum nicht dogmatisch, sondern existenziell: Für ihn ist das Religiöse weniger …
Der Baum gehört zu den ältesten und universellsten Bildmotiven der Kunstgeschichte. Seit der Antike erscheint er als Sinnbild für Leben, Wachstum, kosmische Ordnung und die Verbindung zwischen Himmel und Erde. In mythologischen Darstellungen – etwa in der antiken oder mittelalterlichen Kunst …
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