
Claude Monet, Getreideschober im Winter (1886, Gemeinfrei)
Während andere Maler brav ihre akademischen Pinselstriche zogen, sagte Claude Monet (14.11.1840 – 05.12.1926): „Nö, ich mach mein eigenes Ding.“ Und – diese Rechnung ging erstmal nicht auf. Seine Bilder wollte damals niemand haben. Vielleicht lag’s daran, dass man auf seinen Leinwänden manchmal mehr Licht als ein Motiv sah. Oder daran, dass „Getreideschober im Nebel“ nicht gerade nach Bestseller klingt.
Doch der französische Maler ließ sich nicht entmutigen. Statt sich einen Brotjob zu suchen, malte er weiter – Schnee, Licht, Schatten, und gelegentlich auch einen Haufen Heu. Seine Winterbilder sind heute Kult, damals waren sie vermutlich nur kalt. Besonders das Gemälde „Effet de neige à Falaise“ (1886, deutsch: Schneestimmung bei Falaise) zeigt, wie man Schnee so darstellen kann, dass man fast die Zehen einfriert, nur vom Hinschauen. Und doch sah ich darin das Motiv „Candle in the snow“.
Und was lernen wir daraus? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Oder wie Claude Monet es vielleicht gesagt hätte: „Wenn du im Winter malst und keiner kauft’s – mal weiter. Irgendwann friert jemand lang genug davor, um es zu schätzen.“