Ein Hauch von Luxus

Schlagwort Pflanze

Manchmal hat man das Gefühl, Pflanzen führen ein Doppelleben: tagsüber still und grün, nachts vermutlich heimliche Partys im Blumentopf. Damit wir Menschen nicht vergessen, wie wichtig diese grünen Mitbewohner für uns und die Tierwelt sind, hat die amerikanische Schriftstellerin und Fotografin Marion Owen kurzerhand einen Feiertag ins Leben gerufen. Seit dem 13. April 1998 wird dieser Tag – in den USA als „International Plant Appreciation Day“ bekannt – gefeiert.

Und was macht man an so einem Tag? Man wirft keine Konfetti, sondern kleine Erdbällchen mit Saatgut, die sogenannten Seedbombs. Ein bisschen wie Guerilla-Gärtnern mit Spaßfaktor: Statt Wasserbomben gibt’s Blumenbomben! Wer also am 13. April durch die Straßen läuft, könnte plötzlich Zeuge eines friedlichen „Flora-Angriffs“ werden – und Wochen später blüht es dann fröhlich an Orten, die vorher nur graue Pflastersteine kannten.

Kurz gesagt: Dieser Tag ist die charmante Erinnerung daran, dass Pflanzen nicht nur Sauerstoff liefern, sondern auch gute Laune.


Quelle:
Vgl. Robert Maruna (): 13. April: Ehrentag der Pflanze, in: Bergwelten vom 13.04.2021, zuletzt besucht am 03.03.2025 

Frauen im Aufbruch: Der Weltgebetstag kommt nach England

Der Weltgebetstag der Frauen fand 1932 erstmals in England (siehe auch: England auf der Suche nach religiöser Identität) statt, nachdem sich die Bewegung bereits seit Jahrzehnten international entwickelt hatte. Ihren Ursprung hatte sie im späten 19. Jahrhundert in den USA und Kanada, wo christliche …

Stille Zweisamkeit

Das Letzte Gedicht „Die Nonne“ aus „Christus / Elf Visionen“ von Rainer Maria Rilke öffnet einen stillen, fast entrückten Raum, in dem das klösterliche Leben nicht als starre Askese erscheint, sondern als ein innerer Weg voller Sehnsucht, Hingabe und zugleich zarter Verletzlichkeit. Er betrachtet …

Venedig im Schweigen des Wassers

In Rainer Maria Rilkes Gedicht „Venedig“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ erscheint die Stadt nicht als touristischer Ort oder kunsthistorische Kulisse, sondern als ein spirituell aufgeladener Resonanzraum. Der Dichter verwandelt Venedig in eine Art Schwellenlandschaft, in der das Irdische …

Heilige Dunkelheit: Rilkes Vision der Nacht

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Die Nacht“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ gehört zu jenen Texten, in denen der Dichter seine zutiefst persönliche, mystisch gefärbte Religiosität entfaltet. Er nähert sich dem Christentum nicht dogmatisch, sondern existenziell: Für ihn ist das Religiöse weniger …

Bedeutung des Baums in der Kunst und als poetisches Symbol bei Rilke

Der Baum gehört zu den ältesten und universellsten Bildmotiven der Kunstgeschichte. Seit der Antike erscheint er als Sinnbild für Leben, Wachstum, kosmische Ordnung und die Verbindung zwischen Himmel und Erde. In mythologischen Darstellungen – etwa in der antiken oder mittelalterlichen Kunst …

Im Herzen des Trubels wächst eine Blüte

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Jahrmarkt“, entstanden am 9. Oktober 1896 in München, gehört zu seinem frühen Zyklus „Christus / Elf Visionen“, in dem der junge Dichter religiöse Bildwelten, existenzielle Fragen und symbolische Szenen miteinander verwebt. „Jahrmarkt“ zeigt bereits jene charakteristische …

Herbstwind und die Farben des Glücks

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ (1902) spricht von der Schwelle zwischen erfülltem und verfehltem Leben. Der Herbsttag ist nicht nur Naturbild, sondern ein Prüfstein: Wer seine Früchte gesammelt hat, darf nun in der Wärme verweilen; wer sie verpasst hat, steht vor der Einsamkeit des Winters. Es …

Konfetti aus Kirschblüten

Wann genau meine Begeisterung für Kirschblüten begann? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Als Kind war der Kirschbaum für mich einfach ein Baum, der im Sommer Schatten spendete und im Herbst Blätter fallen ließ. Erst später habe ich mich wohl von der japanischen Begeisterung anstecken lassen – und die …

Weißdorn – Heilpflanze, Mythos und Kunst

Der Weißdorn gehört zu jenen Pflanzen, die seit Jahrhunderten Menschen in ihren Bann ziehen. Seine zarten Blüten in Rosa und Weiß leuchten im Mai und Juni wie kleine Versprechen des Frühlings, während die langen Dornen, die später zu kräftigen Ästen werden, eine Kraft ausstrahlen. Ob als Strauch oder …

Das Schneeglöckchen erzählt

Das Schneeglöckchen, wissenschaftlich korrekt als Galanthus L. bezeichnet, gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und trägt seine Blüten in strahlendem Weiß. Rund zwanzig Arten haben sich in Europa und Südwestasien breitgemacht, und wer genau hinsieht, entdeckt sie in Gärten, Parks oder Waldwiesen …

Wiesenschaumkraut – eine Blume voller Geschichten

Das Wiesenschaumkraut, wissenschaftlich Cardamine pratensis L., gehört zur Familie der Kreuzblütler und trägt seine Blüten in zarten Weiß-, Rosa- oder Violetttönen. Mit einer Wuchshöhe von 15 bis 55 Zentimetern ist es kein Riese, aber auch kein Winzling – eher die charmante Mittelschicht der Wiesenpflanzen …

Über den grünen Klee hinaus

Der Klee – wissenschaftlich korrekt Trifolium genannt – gehört zur großen Familie der Hülsenfrüchtler. Mit rund 245 Arten ist er so etwas wie der Vielreisende unter den Pflanzen: Man findet ihn in Europa, Asien, Nord- und Südamerika, Afrika und sogar in Australien, wo er sich frech eingeschlichen …

« Ältere Beiträge

© 2026 Kunst braucht Zeit — Diese Website läuft mit WordPress

Theme erstellt von Anders NorénNach oben ↑

Follow by Email