Ganz anders gestaltete sich die religiöse Entwicklung in Schottland. Die „Church of Scotland“ war presbyterianisch organisiert und betonte Predigt, Bibelstudium und moralische Disziplin. Statt einer zentralisierten Staatskirche entstand eine vielfältige, oft zersplitterte religiöse Landschaft. Politische …
Elfen sind wie die Rosinen im Müsli der Mythologie: mal süß, mal überraschend bissfest. Ursprünglich stammen sie aus der nordischen Sagenwelt, wo sie als Albe oder Elben bekannt waren – nicht zu verwechseln mit dem Albtraum, obwohl auch der seine Wurzeln bei den Elfen hat. Ja, richtig gelesen: Wer nachts …
Wenn andere Pflanzen noch im Winterschlaf schnarchen, reckt die Schneerose bereits ihre Blüten gen Himmel – ganz in Weiß, als hätte sie sich für Weihnachten fein gemacht. Kein Wunder, dass sie auch „Christrose“ genannt wird. Und wer sich über den Namen „Schwarze Nieswurz“ wundert: Das liegt am dunklen …
Die Linde – nicht nur ein Baum, sondern ein echter Star der deutschen Kulturgeschichte. Schon im „Nibelungenlied“ durfte sie mitspielen, und das ganz ohne Casting. Direkt vor meinem Atelier stehen ein paar dieser grünen VIPs. Von Weitem wirken sie wie schüchterne Statisten, aber kommst du näher, dann …
Alfons Maria Mucha, geboren 1860 in Mähren, war ein tschechischer Künstler mit einem Hang zur Eleganz, Ornamentik und gelegentlichem Märchenzauber. Als Autodidakt begann er seine Karriere nicht etwa in einem Atelier, sondern als Bürokaufmann – was beweist, dass selbst ein Jugendstil-Genie mal mit Formularen …
Die Wurzeln der Geschichte des Weltgebetstags der Frauen (Abk.: WGT) liegen in Großbritannien, insbesondere in England und Schottland. Schon lange gärte es in der englischen Gesellschaft: Theologen forderten mit Nachdruck, „Die Englische Kirche soll frei sein.“ Für Könige und Fürsten war es meist zweitrangig …
Catherine Wilhelmine Marie Bock, geboren 1864 in Bremerhaven, war eine deutsche Malerin und Buchillustratorin, deren Lebensweg sich wie ein feines Gewebe durch die künstlerischen Strömungen des frühen 20. Jahrhunderts zieht. Ihre Werke und Begegnungen spiegeln nicht nur die Ästhetik ihrer Zeit wider, sondern …
Man könnte über Otto Modersohn ganze Bibliotheken füllen – theoretisch. Praktisch aber? Fehlanzeige. Der gute Otto Modersohn wirkt heute fast wie ein Schatten seiner selbst: still, zurückhaltend, fast ein bisschen zu blass für die grelle Kunstwelt von heute. Geboren wurde er am 22. Februar 1865 in Soest – nicht gerade das Zentrum …
Wenn man Emil Orliks Lebenslauf liest, könnte man meinen, er sei der Forrest Gump der Kunstgeschichte: überall dabei, alles erlebt, jeden getroffen. Geboren 1870 in Prag, studierte er brav in München, kehrte zurück – und zack, schon saß Rainer Maria Rilke ihm Modell. Oder besser gesagt: wurde von ihm karikiert …
Als Fritz Overbeck 1889 die ehrwürdigen Hallen der Düsseldorfer Kunstakademie betrat, war er mehr als nur ein junger Mann mit Talent – er war ein Suchender. Gezeichnet von frühen Verlusten in seiner Familie, klammerte er sich an die Kunst wie an einen sicheren Hafen. In Düsseldorf traf er auf Gleichgesinnte: Otto Modersohn …
Manchmal begegnet man einem Kunstwerk und spürt sofort: Hier spricht jemand, der die Welt mit anderen Augen sieht. So erging es mir mit einem Wintergemälde von Elisabeth von Eicken – einer Malerin, deren Name heute kaum jemand kennt, deren Werke aber eine stille Kraft besitzen, die berührt. Geboren am 18. Juli 1862 in …
Hans am Ende. Klingt wie das letzte Kapitel eines Romans, oder wie jemand, der immer zu spät zur Teestunde kommt. Aber nein – dieser Mann war mittendrin im Geschehen der berühmten Künstlerkolonie Worpswede! Geboren am 31. Dezember 1864 – als hätte er sich gedacht: „Ich komme noch schnell, bevor das Jahr vorbei ist!“ – wuchs Hans …
© 2026 Kunst braucht Zeit — Diese Website läuft mit WordPress
Theme erstellt von Anders Norén — Nach oben ↑