Das Symbol „Abend“ besitzt in der Kunst eine lange Tradition als Sinnbild für Übergänge, Ruhe und Vergänglichkeit. In vielen Darstellungen steht der Abend – oft durch warmes Abendlicht oder eine gedämpfte Stimmung vermittelt – für einen Moment des Innehaltens, der Erholung und des Loslassens. Gleichzeitig …
„Boulevard des Capucines“ zeigt Claude Monets Blick auf das pulsierende Paris der frühen 1870er Jahre. Vom Atelier des Fotografen Nadar aus malte Monet die belebte Straße aus erhöhter Perspektive und fing damit ein völlig neues, modernes Seherlebnis ein: Menschen erscheinen nur als flirrende, bewegte …
Claude Monets Gemälde „Die Elster“ (1868/1869) gehört zu seinen stillsten und zugleich eindringlichsten Winterbildern. In einer weiten, schneebedeckten Landschaft steht eine einzelne Elster auf einem hölzernen Gatter, fast verloren in der weißen Fläche. Claude Monet fängt das gedämpfte Winterlicht …
Elizabeth Southerden Thompson, besser bekannt als Lady Butler, wurde 1846 im schweizerischen Lausanne geboren und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten britischen Militärmalerinnen des 19. Jahrhunderts. Früh zeigte sich ihr künstlerisches Talent, das sie später vor allem auf großformatige …
Rainer Maria Rilkes „Christus / Elf Visionen“ ist ein früher Gedichtzyklus aus den Jahren 1896 – 1898, in dem Christus nicht kirchlich dogmatisch, sondern als vielgestaltige, leidende und zutiefst menschliche Figur erscheint. Der Zyklus blieb zu Lebzeiten unveröffentlicht, weil Rilke ihn später als unreif …
Der Baum gehört zu den ältesten und universellsten Bildmotiven der Kunstgeschichte. Seit der Antike erscheint er als Sinnbild für Leben, Wachstum, kosmische Ordnung und die Verbindung zwischen Himmel und Erde. In mythologischen Darstellungen – etwa in der antiken oder mittelalterlichen Kunst …
Rainer Maria Rilke begegnete dem Werk Adalbert Stifters mit einer Mischung aus Bewunderung und stiller Nähe. Zwar gibt es nur wenige direkte Äußerungen Rilkes über den österreichischen Schriftsteller, doch einzelne Hinweise zeigen, dass Stifters poetischer Realismus und seine kontemplative Naturauffassung …
Die Rolle des Auges in der Kunst ist seit Jahrhunderten zentral, denn jede Form visueller Kunst setzt das Sehen als Voraussetzung voraus. Wie die Forschung betont, „gibt es keine visuelle Kunst ohne das Auge, so wie keine Musik ohne das Ohr“. Das Auge ist nicht nur ein physiologisches Werkzeug, sondern …
Kunst wird allgemein als schöpferische Tätigkeit verstanden, die menschliche Gefühle, Gedanken und Ideen in ästhetischer Form ausdrückt. Rainer Maria Rilke betrachtete Kunst nicht primär über ihre Wirkung, sondern als ein tiefes, existenzielles Wesen, das den Menschen zur inneren Wahrheit und …
Sehnsucht ist ein intensives, oft bittersüßes Verlangen nach etwas als bedeutsam Erfahrenem, dass zugleich als fern, nicht greifbar oder nur in Annäherungen erreichbar erscheint. Sie kann sich auf Orte, Zeiten, Menschen, Zustände, Selbstbilder oder Transzendenz richten und trägt eine Spannung zwischen …
Seit jeher haben Schmetterlinge die Fantasie der Menschen beflügelt. Ihre schwebende Bewegung zwischen Himmel und Erde, ihre Farbenpracht und ihre Verwandlung vom Ei über die Raupe zur Puppe bis zum Falter machten sie zu einem universellen Symbol für Werden und Vergehen. Bereits vor über 1500 Jahren …
Wer die Flagge der Cookinseln betrachtet, sieht nicht nur ein Stück Stoff, sondern ein kleines Universum: 15 Sterne, kunstvoll im Kreis angeordnet, leuchten auf einer Blue Ensign. Jeder Stern steht für eine der 15 Inseln, und der Kreis symbolisiert ihre Einheit – eine Art kosmische Familienrunde …
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