Diese Fäden hält man gern in der Hand.

Schlagwort Gelb (Farbe)

Farbe Gelb

Bei so manch einem Kartenmotiv hätte ich gelbe Knöpfe gut gebrauchen können. In meiner großen Sammlung wurde ich nicht fündig. Gelbe Knöpfe scheinen nicht besonders beliebt zu sein. Woran das wohl liegt?

Es gab mal eine Zeit, in der Gelb und Gold in der Kunst gleichgesetzt wurde, doch Gold war und ist teuer. Aus dieser Situation heraus verwendete man bald Gold lediglich im Bereich des Religiösen, insbesondere bei der Darstellung von dem Sohn Gottes, Gelb hingegen wurde immer mehr zur symbolischen Farbe des Neides und je nach Kontext als Zeichen von Antisemitismus.
Kurz vor Weihnachten suchte ich ein Handarbeitsgeschäft auf, eigentlich suchte ich nach Wolle. Nachdem ich aber vor Ort war, schaute ich vorsorglich in der Knopfabteilung vorbei und entdeckte tatsächlich gelbe Knöpfe. Auch wenn sie nicht ganz meinem Geschmack entsprechen, kaufte ich ein paar.

Entrückte Heiterkeit

Nach meiner Schneewanderung im Januar 2026, als ich noch ganz im Nachklang des weißen, stillen Weges ins Träumen glitt, ist dieses Bild entstanden. Ich ließ die Gedanken treiben, und aus dieser weichen, winterlichen Versunkenheit heraus formten sich die beiden Schmetterlinge, deren Flügel beim genauen …

Wenn der Morgen noch zuhört

Aus der frühen Sammlung „Wegwarten“ publizierte Rainer Maria Rilke sein Gedicht „Morgen“, dass zu jenen Texten gehört, in denen er den Moment des Erwachens als eine zarte, beinahe heilige Schwelle beschreibt. Der Morgen ist für ihn kein lauter Neubeginn, sondern ein tastendes, stilles Werden, in …

Im Namen der Rettung

Die „Boston Female Society for Missionary Purposes“ wurde am 9. November 1800 in Boston gegründet und gilt als eine der frühesten und einflussreichsten Frauenmissionsgesellschaften in den Vereinigten Staaten. Ihre Gründerin, Mary Webb, war damals erst 21 Jahre alt – und dennoch eine bemerkenswerte …

Rilke, die Elster und der Boulevard des Capucines

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Judenfriedhof“, entstanden am 6. Oktober 1896 in München und später in dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ veröffentlicht, gehört zu den frühen Texten, in denen der junge Dichter seine religiöse Sensibilität, seine Faszination für Schwellenorte und seine Suche nach einer …

Heilige Dunkelheit: Rilkes Vision der Nacht

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Die Nacht“ aus dem Zyklus „Christus / Elf Visionen“ gehört zu jenen Texten, in denen der Dichter seine zutiefst persönliche, mystisch gefärbte Religiosität entfaltet. Er nähert sich dem Christentum nicht dogmatisch, sondern existenziell: Für ihn ist das Religiöse weniger …

Liturgie in der Kunst

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Der Maler“ gehört zum Zyklus „Christus / Elf Visionen“, einer Sammlung von dichterischen Meditationen, in denen der Dichter die Gestalt Christi in unterschiedlichen Spiegelungen und Rollen betrachtet. In dieser dichterischen Folge verbindet er religiöse Symbolik mit …

Suche nach einem neuen Glauben

Rainer Maria Rilke befand sich in den Jahren 1896 und 1897 in einer entscheidenden Umbruchphase seines Lebens. Er war noch sehr jung, lebte und studierte in München, wo er literarische Kontakte knüpfte – etwa zu Jakob Wassermann – und bald darauf Lou Andreas-Salomé begegnete, die für seine geistige …

Herbstwind und die Farben des Glücks

Rainer Maria Rilkes Gedicht „Herbsttag“ (1902) spricht von der Schwelle zwischen erfülltem und verfehltem Leben. Der Herbsttag ist nicht nur Naturbild, sondern ein Prüfstein: Wer seine Früchte gesammelt hat, darf nun in der Wärme verweilen; wer sie verpasst hat, steht vor der Einsamkeit des Winters. Es …

Ein Engel bewahrt das Licht

Rainer Maria Rilke schrieb das Gedicht „Hat auch mein Engel keine Pflicht mehr“ im Kontext seiner frühen Auseinandersetzung mit dem Engelmotiv, das sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht. Der Engel ist bei Rainer Maria Rilke kein bloßes religiöses Wesen, sondern eine Gestalt zwischen Sichtbarem …

Rilkes blaue Stunden

Die Grußkarte „Himmlische Kerze“, mit feinem blauem Nähgarn gestickt, trägt eine leuchtende Botschaft: Sie ist nicht nur ein Bild des Lichtes, sondern ein Symbol für die Verbindung zwischen Himmel und Mensch. Das Hellblau des Garns verweist auf die Farbe der Dämmerung, auf jene „blassen, blauen …

Die religiöse Landschaft Schottlands im 18. Jahrhundert

Ganz anders gestaltete sich die religiöse Entwicklung in Schottland. Die „Church of Scotland“ war presbyterianisch organisiert und betonte Predigt, Bibelstudium und moralische Disziplin. Statt einer zentralisierten Staatskirche entstand eine vielfältige, oft zersplitterte religiöse Landschaft. Politische …

Gemeinschaft im Licht

Vier grüne Kerzen sind auf der Grußkarte „Kerzengemeinschaft“ abgebildet – jede für sich schlicht, doch durch feine Fäden miteinander verbunden. Dieses Fadendesign erinnert an das Wunder der Verbundenheit: Wie einzelne Leben sich berühren, wie Licht sich teilt, ohne zu verlieren. In ihrer Farbe tragen …

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