Inmitten der stürmischen Zeiten, in denen die Welt zu taumeln scheint, stehe ich oft still – wie ein Wanderer vor dem tosenden Meer. Die Stimmen der Zwietracht hallen laut, die Schatten des Krieges werfen sich über das Land. Und doch gibt es jene, die ein anderes Lied singen: das Lied der Liebe.
Sie begegnen jedem mit einem offenen Herzen, mit einer Wärme, die selbst die Kälte der Feindschaft zu schmelzen vermag. Vielleicht lachen die Mächtigen darüber, vielleicht reiben sich die Unruhestifter die Hände – doch wer liebt, nährt nicht das Dunkel, sondern entzündet ein Licht.
Denn Liebe kennt keine Grenzen. Sie fließt wie ein leiser Wind durch die Seele, wie Rainer Maria Rilke es einst in seinem Gedicht hauchte:
Wenn wie ein leises Flügelbreiten
Wenn wie ein leises Flügelbreiten
Sich in den späten Lüfen wiegt, –
Ich möchte immer weiter schreiten
Bis in das Thal, wo tiefgeschmiegt
An abendrothe Einsamkeiten
Die Sehnsucht wie ein Garten liegt.
Vielleicht darf ich dich dort finden,
Und zage wird dein erstes Mühn
Die wehen Wünsche mir verbinden,
Du wirst mich führen tief ins Grüne –
Und heimlich werden weisse Winden
An meinen staubigen Stabe blühn.
Das Gedicht von Rainer Maria Rilke ist Gemeinfrei.
Und manchmal frage ich mich: Wer inspirierte wen? War es Rainer Maria Rilke, der dem Maler Heinrich Vogeler die Farben seiner Verse schenkte? Oder war es Heinrich Vogeler, dessen Gemälde wie „Tanzende Kinder“ die Poesie zum Leben erweckten?
Was bleibt, ist die Magie zwischen Wort und Bild – und die grenzenlose Liebe, die beides durchdringt.
Angaben zur Grußkarte:
Titel: Mädchen mit viel Herz
Größe (B x H): ca. 10,5 x 14,8 cm
Ausstattung: Faltkarte: innen mit Leinenpapier (Möglichkeit eines persönlichen Grußes und ähnliches), weißer Briefumschlag aus Leinenpapier
1. Auflage: April 2025
Materialverwendung und Herkunft (sofern ermittelbar):
Fäden allesamt aus 100% Seide (vermutlich Made in Germany), Karte aus 200g/m2 (Made in Austria),
Quelle:
Rainer Maria Rilke: Advent. Funde, Verlegt bei P. Friesenhahn – Leipzig 1898, S. 49