In der deutschen Kulturgeschichte ist die Linde tief verwurzelt, einschließlich des Epos „Das Nibelungenlied“.
Ganz in der Nähe meines Ateliers wachsen entlang der Straße einige Lindenbäume, die unscheinbar ausschauen, geht man jedoch näher heran, dann oho (vor allem im Frühling und im Herbst).
In ferner Vergangenheit hielten die Germanen unter einem Lindenbaum ihre Gerichtsverfahren ab, da er als Friedensbaum galt. Aber nicht nur das. Je nach Region wird er auch als Liebesbaum verehrt – dies liegt vor allem an der Herzform der Blätter.
Der Baum bietet auch Heilungsmöglichkeiten. So kann man aus den Blüten einen Tee machen, der gegen eine leichte Erkältung hilft (siehe (₪): Utopia (Lindenblütentee: Wirkung, Anwendung und wie du ihn zubereitest). Und man kann sogar aus den Blüten Bonbons herstellen (siehe (₪): SWR (DIY: Lindenblüten-Bonbons gegen Reizhusten und Co.)
Übrigens: Die jungen Lindenblätter kann man auch in Salaten verwenden.
2016 wurde die Winterlinde in Deutschland zum „Baum des Jahres“ gekürt und 2021 wurden sie in Österreich zum „Baum des Jahres“ ernannt.
Wenn die Lindenbäume in der Nähe meines Ateliers zu blühen beginnen, verströmen sie einen intensiven Duft und je nach Windrichtung und -stärke kann ich es gar ab und zu in meinem Atelier riechen. Dann weiß ich, der Sommer ist nicht mehr weit.
Bei folgender Grußkarte wurde die Linde eingesetzt:
Quellen:
Vgl. Georg-August Universität, Göttingen (₪): Thing- und Gerichtslinde, zuletzt besucht am 09.09.2024
Vgl. Susanne Koch (₪): Unter der Linde – ein Baum mit Herz, Thieme Verlag – 2. Mai 2023, zuletzt besucht am 09.09.2024
Vgl. LWF Bayern (₪): Die Winterlinde (Tilia cordata MILL.) – Baum des Jahres 2016, zuletzt besucht am 09.09.2024
Vgl. Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (₪): Baum des Jahres 2021: Die Linde(n), zuletzt besucht am 09.09.2024