
Hans am Ende (Gemeinfrei)

Winter in Worpswede, gemalt von Hans am Ende (Gemeinfrei)
Hans am Ende. Klingt wie das letzte Kapitel eines Romans, oder wie jemand, der immer zu spät zur Teestunde kommt. Aber nein – dieser Mann war mittendrin im Geschehen der berühmten Künstlerkolonie Worpswede!
Geboren am 31. Dezember 1864 – als hätte er sich gedacht: „Ich komme noch schnell, bevor das Jahr vorbei ist!“ – wuchs Hans als Sohn eines Pfarrers auf. Statt Predigten zu halten, malte er lieber im Stil des Impressionismus. Und zwar richtig gut. In München lernte er bei Albrecht Diez das Handwerk und traf dort auf Fritz Mackensen, der ihn später nach Worpswede lockte. (Ob mit Pinsel oder mit Kuchen, ist nicht überliefert.)
Dort baute er sich ein Häuschen – direkt neben Heinrich Vogeler. Und während andere Künstler sich in Dramen und Affären verstrickten, lebte Hans in einer glücklichen Ehe mit Magda Willatzen. Sein Nachname war also ein schlechter Spoiler: Hans war keineswegs am Ende.
Rainer Maria Rilke schrieb über ihn, Kritiker lobten ihn – und trotzdem kennt ihn heute kaum jemand. Vielleicht war er einfach zu bescheiden, zu leise, zu wenig „Instagram-tauglich“. Aber seine Werke leben weiter – zum Beispiel durch die Grußkarte „Adventskerze im Schnee“, die du vielleicht schon gesehen hast.
Hans am Ende war ein stiller Star mit einem lauten Talent. Und vielleicht sollten wir ihn heute einfach mal wieder ins Rampenlicht stellen – mit einem Lächeln und einem „Ach, der war ja gar nicht am Ende!“
Zu folgender Grußkarte verwendete ich sein Gemälde als Titelbild:
- Adventskerze im Schnee (Eine Poesie mit Seele)
- Adventskonzert (Musikecho oder eine lyrische Spurensuche)
Quelle:
Vgl. Wikipedia (₪): Hans am Ende, zuletzt besucht am 19.05.2025