Wann

Juli 19, 2026    
Ganztägig

Veranstaltungstyp

Der gewöhnliche Andorn (Marrubium vulgare L.) ist mehr als nur eine unscheinbare Pflanze am Wegesrand – er ist ein botanisches Relikt mit jahrtausendealter Geschichte und geheimnisvoller Ausstrahlung. Bereits die Pharaonen des Alten Ägyptens kannten seine heilende Wirkung bei Husten und Bronchitis. Heute wächst er bevorzugt an sonnigen, trockenen Standorten in Europa (rund ums Mittelmeer, Südschweden, Südschottland), Nord- und Südamerika und sogar Australien.

Botanisches Porträt

  • Familie: Lippenblütler
  • Blütenfarbe: Weiß
  • Wuchshöhe: 30–80 cm
  • Blattform: Eiförmig bis kreisförmig
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Verbreitung: Mittelmeerraum, Mitteleuropa, Südschweden, Südschottland u.v.m.

Die heilenden Kräfte des Andorns stecken vor allem in seinen Blättern und den oberen Stängelteilen, die getrocknet oder als Frischpresssaft verwendet werden. Kein Wunder, dass die Universität Würzburg ihn zur „Heilpflanze des Jahres 2018“ kürte. Und es ist kaum verwunderlich, dass unsereins natürlich den Tag des Andorns am 19. Juli begeht.

Zwischen Wissenschaft und Legende

Doch der Andorn fasziniert nicht nur durch seine medizinischen Eigenschaften. In alten Volksglauben heißt es, dass sich Elfen und Feen bevorzugt in seiner Nähe aufhalten. Vielleicht liegt es an seinem silbrig-grünen Schimmer oder dem aromatischen Duft, der die Fantasie beflügelt. Wer ihn entdeckt, sollte also nicht nur auf seine Gesundheit achten – sondern auch die Augen offen halten für das Unsichtbare.

Siehe auch: Andorn (Kraut der Pharaonen)


Quellen:
Vgl. Herausgeber: Dr. Johannes Gottfried Mayer, Prof. Dr. med. Bernhard Uehleke, Pfarrer Kilian Saum: Das große Buch der Klosterheilkunde. Neues Wissen über die Wirkung der Heilpflanzen / Vorbeugen, behandeln und heilen; Zabert Sandmann Verlag – München 2013, S. 40 f.

Vgl. Wikipedia (): Gewöhnlicher Andorn, zuletzt besucht am 19.06.2024

Vgl. Heidrun Johner-Allmoslöchner (): PFLANZE DES MONATS SEPTEMBER 2022 ANDORN – MARRUBIUM VULGARE, in: Naturwerkstatt-Artemisia – 06.09.2022, zuletzt besucht am 20.06.2024


Weiteres

1766: Die Schwester von Caspar David Friedrich, Catharina Dorothea, wurde geboren. Caspar David Friedrich inspirierte mich zu den GrußkartenNebel im Elbtal“, „Wiesen bei Greifswald“, „Lindenblatt“, „Tannenbaum“, „Tannenbaum im Winter“ und „Zwei Engel betrachten einen Baum“.