Es gibt bei Rainer Maria Rilke sehr irritierende Gedichte wie beispielweise „Ich gehe unter rothen Zweigen“. Ich frage mich, ob das lyrische Ich sich über die Schwangerschaft seiner Angebeteten freut oder nicht. Romantik? Klar. Aber auch ein bisschen Chaos. Denn wenn man den deutschen Dichter so liest …
Es war ein altes Bauernhaus, das Geschichten erzählte, ohne ein einziges Wort zu sagen. Umgeben von Kirsch- und Pflaumenbäumen, war es für mich als Kind ein Paradies – ein Ort voller Abenteuer, Verstecke und süßer Düfte. Doch manchmal, wenn der Wind durch die Äste strich und die Dämmerung sich über den …
In der Lyrik von Rainer Maria Rilke begegnet man immer wieder einer tiefen, fast ehrfürchtigen Traurigkeit. Es ist keine laute Verzweiflung, sondern ein leises, tastendes Erspüren jener Grenzbereiche des Lebens, die sich dem rationalen Zugriff entziehen. Besonders eindrücklich zeigt sich diese Stimmung im …
Wenn der Winter noch in den Ästen ruht und die Welt in gedämpftem Licht verharrt, beginnt für mich eine stille Zeit der Vorfreude: Der 4. Dezember – der Gedenktag der Heiligen Barbara – kündigt etwas Zartes an. Ein uralter Brauch besagt, dass man an diesem Tag Kirschzweige ins Wasser stellt. Und wenn sie zu …
Der Dichter Rainer Maria Rilke ist den meisten ein Begriff und bis heute wird er von etlichen gerne gelesen. Kein Wunder, haben seine Zeilen häufig etwas Melancholisches, Religiöses, etwas Erhabenes. Geboren wurde er am 4. Dezember 1875 in Prag. Anfang 1900 kam er in die Künstlerkolonie …
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