In der Welt der Mythen und Märchen verschwimmen häufig die Grenzen zwischen Fantasiegestalten – besonders zwischen Feen und Elfen. Beide sind zierlich, geflügelt und von magischer Aura umgeben. Doch wer genau hinsieht, entdeckt faszinierende Unterschiede und eine reiche kulturelle Geschichte hinter den Feenwesen.

Ursprung und Verbreitung

Feen sind keineswegs ein rein deutsches Märchenphänomen. Ihre Wurzeln reichen bis ins mittelalterliche Frankreich, wo sie als „fées“ in Volksglauben und Literatur auftauchten. Von dort aus fanden sie ihren Weg in deutsche Märchen, etwa in „Dornröschen“ von den Gebrüdern Grimm, wo gute und böse Feen das Schicksal der Königstochter bestimmen. Auch in Großbritannien sind Feen tief verwurzelt – in der Artus-Sage tritt Morgan le Fay als mächtige Zauberin auf, und William Shakespeare lässt in „Ein Sommernachtstraum“ gleich mehrere Feenwesen tanzen.
Doch die Magie der Feen kennt keine Grenzen: Selbst in den orientalischen Erzählungen aus „Tausendundeiner Nacht“ begegnet man Naturgeistern, die den Feen ähneln – geheimnisvoll, schön und voller Zauberkraft.

Lebensraum und Symbolik

Feen sind eng mit der Natur verbunden. Ihre Wohnorte sind oft Pflanzen, wie etwa der Andorn – ein Heilkraut, das auch alsKraut der Pharaonenbekannt ist. Diese Verbindung zur Pflanzenwelt unterstreicht ihre Rolle als Hüterinnen der natürlichen Ordnung und als Mittlerinnen zwischen Mensch und Magie.

Namenlose Magie

Interessanterweise bleiben viele Feen in der Literatur namenlos. Ihre Identität scheint sich mehr über ihre Taten und ihre magische Präsenz zu definieren als über individuelle Merkmale. Dennoch gibt es Ausnahmen wie Morgan le Fay, die als starke, eigenständige Figur hervorsticht.


Quelle:
Vgl. Wikipedia (): Feen, zuletzt besucht am 16.07.2024