Als Fritz Overbeck 1889 die ehrwürdigen Hallen der Düsseldorfer Kunstakademie betrat, war er mehr als nur ein junger Mann mit Talent – er war ein Suchender. Gezeichnet von frühen Verlusten in seiner Familie, klammerte er sich an die Kunst wie an einen sicheren Hafen. In Düsseldorf traf er auf Gleichgesinnte: Otto Modersohn, Heinrich Vogeler und Fritz Mackensen – Namen, die später die Worpsweder Künstlerkolonie prägen sollten. Gemeinsam verband sie nicht nur die Malerei, sondern auch die Studentenverbindung „Tartarus“, ein Ort kreativer Rebellion und intellektueller Tiefe.
Doch Düsseldorf war nur der Anfang. Die weiten Moore und geheimnisvollen Wälder rund um Worpswede riefen – und Fritz Overbeck folgte. Dort, inmitten der norddeutschen Natur, fand er seine Stimme als Landschaftsmaler des Impressionismus. Seine Bilder fingen nicht nur Licht und Farbe ein, sondern auch Stimmungen, Sehnsüchte und die stille Melancholie des Nordens.
Es war ein Gemälde von ihm, das Hermine Rothe, eine junge Künstlerin, nach Worpswede führte. Was als Unterricht begann, wurde zur Lebenspartnerschaft – eine Verbindung, die Kunst und Liebe vereinte.
Fritz Overbeck starb überraschend im Juni 1909. Doch seine Werke leben weiter – als stille Zeugen einer Epoche, die Düsseldorf als Ausgangspunkt nahm und in Worpswede ihr Herz fand.
Zu folgender Grußkarte verwendete ich sein Gemälde als Titelbild:
Quelle:
Vgl. Wikipedia (₪): Fritz Overbeck, zuletzt besucht am 19.07.2025