St.-Knuts-Tag: Wenn der Weihnachtsbaum seinen großen Abgang feiert
Vergiss Silvester – in Skandinavien weiß man, wie man richtig Abschied nimmt. Am 13. Januar, dem legendären St.-Knuts-Tag, wird der Weihnachtsbaum in Finnland, Norwegen, Schweden und Dänemark nicht einfach entsorgt. Nein, er bekommt eine Abschiedsparty mit allem Drum und Dran: Kerzen flackern ein letztes Mal, Süßigkeiten werden geplündert, und der Schmuck wird mit einer Mischung aus Wehmut und Zuckerrausch abgenommen.
Der Ursprung? Ein dänischer König namens Knut IV., dem man die Legende anhängte, von Weihnachten offenbar nicht genug zu bekommen und kurzerhand beschlossen haben soll: „20 Tage Weihnachtszeit – mindestens!“ Später wurde er heiliggesprochen, vermutlich auch, weil er das Naschen am Baum offiziell legitimierte.
Und dann gibt’s da noch den Knutsbock – einst ein furchteinflößender Geselle in Tierfellen, der in Finnland bis in die 1950er Jahre von Haus zu Haus zog und sich an allem Essbaren bediente. Heute hat er sich zum freundlichen Weihnachtsmann gemausert. Man könnte sagen: vom Grinch zum Gourmet.
Also, falls du das nächste Mal deinen Baum abschmückst, denk daran: Du bist Teil einer königlichen Tradition. Und wenn du dabei Süßigkeiten naschst – du folgst nur dem heiligen Knut.
Siehe auch:
Quellen:
Vgl. Wikipedia (₪): St.-Knuts-Tag, zuletzt besucht am 22.08.2025
Vgl. Wikipedia (₪): Knut IV. (Dänemark), zuletzt besucht am 22.08.2025
Weiteres:
2013: In Paris endete die Retrospektive „Albrecht Dürer et son temps: De la Réforme à la guerre de Trente Ans“ im ENS des beaux-arts (vgl. „Weißdorn“).