Es gibt Dinge, über die man sich nie Gedanken macht. Zum Beispiel: Wer hat eigentlich die Regenbogenflagge erfunden? Die Antwort ist nicht „Ein Einhorn mit Design-Diplom“, sondern ein Mann namens Gilbert Baker – amerikanischer Künstler, Ex-Soldat und DIY-Modeguru mit einer Mission.
Geboren in Kansas (2. Juni 1951), wo die Kühe mehr Regenbogen sehen als die Menschen, wurde Gilbert Baker erst Soldat (ja, wirklich!) und dann Schneider – eine Karriere, die klingt wie: „Vom Tarnanzug zur Tüllrobe“. Und dann, 1978, zack: Die Regenbogenflagge war da. Ohne Copyright, ohne Trademark – einfach so. Weil Liebe sich nicht patentieren lässt. Chapeau!
Aber der amerikanische Künstler war kein Mann für halbe Sachen. Er nähte Flaggen für Präsidenten (Frankreich, Venezuela und Philippinen), Premierminister (China), Könige (Spanien) und wahrscheinlich auch für den Nachbarn von nebenan, wenn der nett gefragt hat. 1994 schneiderte er die größte Regenbogenflagge der Welt – ein Teil davon hätte locker als Zelt für ein ganzes Musikfestival gedient. Und 2003? Da legte er nochmal zwei Kilometer Stoff drauf. Zwei. Kilometer. Das ist mehr als die Strecke, die man zurücklegt, wenn man im IKEA den Ausgang sucht.
Sein Lebensmotto? Vermutlich: „Mit Nadel und Faden durchs Leben – und bitte in allen Farben!“ Denn wer sagt, dass man Geschichte nicht auch mit einem bunten Stoffstreifen schreiben kann?

Nach einem wahrlich bunten Leben starb er am 31. März 2017 in New York City.

Folgende Grußkarte beinhalten einen Regenbogen:


Quelle:
Vgl. Wikipedia (): Gilbert Baker, zuletzt besucht am 14.05.2025