Vom Faden zur Begegnung
Mit der Zeit merkte ich, wie sehr meine Karten nicht nur mir selbst etwas bedeuteten, sondern auch anderen. In meinem Freundeskreis und Bekanntenkreis erlebte ich, wie aufmerksam sie die Details betrachteten, wie sie die Fäden verfolgten, die Formen, die kleinen Akzente. Ihre Begeisterung war ehrlich und warm, und sie berührte mich mehr, als ich erwartet hatte. Es war das erste Mal, dass ich spürte: Das, was ich da mache, findet wirklich einen Platz im Leben anderer.
Allmählich wuchs in mir der Gedanke, meine Karten nicht nur im privaten Umfeld zu zeigen. Ich wagte den Schritt nach außen und bot sie einem größeren Publikum an. Zuerst ganz vorsichtig, bei kleinen Ausstellungen, in Räumen, die überschaubar waren und in denen man sich noch in die Augen schauen konnte. Dort lernte ich, wie Menschen auf meine Arbeiten reagieren, ohne dass sie mich kannten. Manche blieben stehen, manche lächelten, manche stellten Fragen. Es waren kleine Begegnungen, aber sie gaben mir Mut.
Diese ersten Schritte waren für mich wichtig. Sie zeigten mir, dass meine Karten nicht nur Ausdruck eines persönlichen Weges waren, sondern auch etwas, das andere berühren konnte. Und mit jedem dieser Momente wuchs mein Vertrauen — in meine Arbeit, in meine Handschrift und in das, was daraus entstehen durfte.