Es gibt eine ganze Reihe von Gedichten, in denen Rainer Maria Rilke etwas Schweres, fast schon nicht mehr zum Aussprechen – meist geht es um den Tod – hineinlegt. Ich bin dann hin- und hergerissen, solch traurige Zeilen zu publizieren, zugleich sind es Zeilen, die mir ans Herz gehen, mich berühren, mich nachdenklich stimmen. Das Gedicht „Weiße Seelen“ ist ein besonders Trauriges.
Rainer Maria Rilke: Weiße Seelen
Weisse Seelen mit den Silberschwingen,
Kinderseelen, die noch niemals sangen,-
die nur leis in immer weitern Ringen
zu dem Leben ziehn, vor dem sie bangen,
Werdet ihr nicht euren Traum enttäuschen,
wenn die Stimmen draussen euch erwachen,-
und ihr könnt aus tausend Taggeräuschen
nicht mehr lösen euer Liederlachen?
Das Gedicht von Rainer Maria Rilke ist Gemeinfrei.
Angaben zur Grußkarte:
Titel: Blüten des Lebens
Größe (B x H): ca. 10,5 x 14,8 cm
Ausstattung: Faltkarte: innen mit Leinenpapier (Möglichkeit eines persönlichen Grußes und ähnliches), weißer Briefumschlag aus Leinenpapier
1. Auflage: Februar 2025
Materialverwendung und Herkunft (sofern ermittelbar):
Fäden allesamt aus 100% Seide (vermutlich Made in Germany), Karte aus 200g/m2 (Made in Austria),
Quelle:
Rainer Maria Rilke: Mir zur Feier. Landschaft, Verlegt bei Georg Heinrich Meyer – Berlin 1899, S. 11